Moto Trophy – weiterhin aktiv
Als
langjähriger Veranstalter organisierte Klassik Motorsport e.V. mit der Moto
Trophy eine Rennserie unter der Sporthoheit der nationalen
Motorradsportverbände, die in der FIM Europe zusammengeschlossenen sind. Diese
von den Sportverbänden offiziell genehmigten Veranstaltungen fanden teilweise
auf bekannten Grand-Prix und Weltmeisterschafts-Rennstrecken im In- und
benachbarten Ausland statt. Dabei waren und sind die hohen Sicherheitsauflagen
der Sportbehörden für die Teilnehmer einzuhalten.
Damit
verbunden sind zwangsläufig höhere Kosten für Ambulanz, Ärzte,
Streckensicherung und einiges mehr gegenüber den Track-Day-Anbietern. In den
letzten Jahren sind nach der Coronakrise die Preise für die Anmietung der
Rennstrecken gestiegen. Die wirtschaftliche Durchführung unserer
Veranstaltungsserie Moto Trophy mit Jahres-Meisterschaftswertung ist zumindest
auf diesen Rennstrecken nicht mehr kostendeckend durchführen.
Dennoch
führen wir einige Veranstaltungen weiterhin durch oder unterstützen befreundete
Veranstalter. Dazu gehört u.a. das Auftakttraining auf der französichen
Rennstrecke in Mirecourt, das Flugplatzrennen in Walldürn, das mittlerweile
einzige Flugplatzrennen in Deutschland, als Partner die Zweitaktklassen beim
Frohburger Dreieckrennen und bei der Sachsenring Classic. Mit weitere
Kooperationspartnern sind wir im Gespäch.
Somit
kommen wir dem Wunsch vieler Fahrer nach weiterhin auf der Rennstrecke in
Kontakt zu bleiben. Schließlich entstanden über die lange Zeitspanne
Freundschaften, die auf der Strecke immer wieder erneuert werden. Wir bedanken
uns bei allen Teams, Fahrern, deren Helfer, Angehörigen, Freunde der Serie und
bei unseren Partnern, die uns jahrelang treu waren. Mögen die vielen während
dieser Zeit unter den Fahrern und unserem Organisationsteam freundschaftlich
entstandenen Kontakte noch lange Bestand haben.
Euer
Orga-Team
Aktuelles
Mittlerweile ist es einzigartig, das Flugplatzrennen vom 14.-16.6.2024 in Walldürn. Bis weit in die 90er Jahre zog der Tross der Motorsportler zu den Rennen auf die Flugplätze in Deutschland. Der Grund, es gab damals mit dem Nürburgring und Hockenheimring nur zwei permanente Rennstrecken. Also machte man aus der Not eine Tugend und wich auf die Flugplatzpisten aus. Das änderte sich dann zum Ende des letzten Jahrhunderts, nicht nur in Deutschland, auch im angrenzenden Ausland entstanden permanente Motorsportanlagen.
Meteorologen hatten es schon vorausgesagt: Das Pfingstwochenende wird feucht. Doch die Piloten der Moto Trophy hatten Glück, der Auftakt auf der Strecke in Luxemburg wurde nur zeitweise von den schlechten Wetterbedingungen heimgesucht. Die Zeittrainings und die Rennen konnten größtenteils bei abtrocknender Strecke durchgeführt werden. Am Pfingstmontag verzögerte sich durch Nebel der Beginn um eine halbe Stunde, später wurden die Teilnehmer mit reichlich Sonne verwöhnt.
An den drei Veranstaltungstagen hatten die Teilnehmer reichlich Fahrzeit um sich auf die neue Saison einzuschießen. Manchem ging später der Sprit aus, anderen die Reifen. Neben den angestammten Klassen der Moto Trophy nahmen auch drei Gastklassen an dem Event teil. Der neu ins Leben gerufene Kawasaki Ninja Cup mit dem supersportlichen Modell ZX-4 RR. Zwar war das Feld noch überschaubar, doch das nahm den Rennen nichts an Spannung. Sowohl an der Spitze als auch im Feld waren die Zeitabstände teilweise äußerst knapp. Justin Hänse heißt der Tabellenführer nach den beiden Rennen vor Micky Winkler.
Vor rund 30 Jahren war Premiere für den Kawasaki ZXR-Cup mit dem kleinen supersportlichen Modell ZXR 400. Zum Ende des letzten Jahrhunderts wurde mit der Einstellung des Modells dieser beendet. Nun gibt es 2024 eine Neuauflage des Cups, beim Saisonauftakt der Moto Trophy auf dem Circuit of Luxemburg. Diesmal mit der Ninja ZX-4 RR, dem kleinen Ableger der großen ZX 10, die in den verschiedenen Superbike-Serien gefahren wird.