1. Moto Trophy

 

1.1 Allgemeines

Klassik Motorsport e.V. führt Motorrad-Sportveranstaltungen als Organisator und Serien-Promoter in Zusammenarbeit mit Motorsportclubs, Teams, Fahrern, Herstellern, Freunden und Förderern des Motorsports durch.

Das Reglement, die sportlichen Regeln und die Durchführung der Veranstaltungen werden gemeinsam mit den oben aufgeführten Organisationen und Personen erarbeitet und rechtzeitig vor Saisonbeginn festgelegt. Aufgrund besonderer Gegebenheiten kann das Reglement und die Durchführung während der Saison geändert und der aktuellen Situation angepasst werden. Eventuelle Änderungen werden den Teilnehmern mit der Nennbestätigung bzw. spätestens zum Fahrerbriefing mitgeteilt.

1.2 Veranstaltungen

Zu den einzelnen Veranstaltungen und Rennen gelten die Ausschreibungen des jeweiligen Veranstalters mit den entsprechenden Bestimmungen. Die zur Gesamtwertung zählenden jeweiligen Rennen finden im Rahmen der im Terminkalender aufgeführten Veranstaltungen statt.

1.3 Rennstrecken und Distanzen

Alle Rennen kommen ausschließlich auf Rundkursen zur Durchführung, welche ein von der entsprechenden FMN ausgestelltes ein Streckenabnahme-Zertifikat nach prädikatsfreiem Status besitzen. Die Renndistanz wird entsprechend der Kategorie entweder in Zeit + Runden oder nur in Runden angegeben und ist in der Veranstaltungsausschreibung geregelt. 

1.4 Teilnehmer / Lizenzen

Teilnehmen können Fahrer aller Nationalitäten, die die jeweilig aufgeführten Bedingungen der Veranstaltungs-Ausschreibung erfüllen. Grundsätzlich erfolgt die Teilnahme auf eigene Gefahr, mit der Unterschrift auf dem Nenn- bzw. Einschreibeformular mit Haftungsausschluss erkennt der Teilnehmer die Bedingungen des Veranstalters bzw. Organisators an.

Aus veranstaltungs- und versicherungsrechtlichen Gründen beinhaltet die Teilnahme bei Veranstaltungen eine Tagesmitgliedschaft im Verein Klassik Motorsport e.V. für die Dauer des Events.

In der Mitgliedschaft ist die Einschreibe- bzw. Nenngebühr für die Jahreswertung enthalten. Die Mitgliedschaft erlischt automatisch nach der Veranstaltung, spätestens aber zu Ende des laufenden Kalenderjahres.

Zur Teilnahme an einer Veranstaltung sind Lizenzen bzw. Veranstaltungsausweise erforderlich. Deren Kategorie ist in der jeweiligen Ausschreibung bzw. der nationalen Motorradsport-Föderationen geregelt. Für Teilnehmer, die nicht im Besitz einer entsprechenden Lizenz sind, besteht die Möglichkeit vor Beginn einer Veranstaltung einen Veranstaltungsausweis zu lösen/erwerben.

1.5 Dokumentenabnahme

Zur Dokumentenabnahme müssen die Fahrer/Beifahrer persönlich anwesend sein. Hierbei sind vorzulegen bzw. abzugeben:

-       Gültige Fahrer-Lizenz für die betr. Klasse bzw. den betr. Wettbewerb

-       Startgenehmigung der jeweiligen FMN für Lizenznehmer anderer Föderationen.

-       Alle Fahrer-Lizenzen werden bei der Dokumenten-Abnahme vom Veranstalter einbehalten und können, sofern keine sportrechtlichen bzw. medizinischen Gründe entgegenstehen, von den Inhabern nach Beendigung des Wettbewerbes dort wieder in Empfang genommen werden.

1.6 Wettbewerbsarten

Für die unterschiedlichen Teilnehmerinteressen sind folgende Wettbewerbsarten ausgeschrieben:

1.6.1 Rennen Solo / Seitenwagen
Geschwindigkeits-Wettbewerb über eine festgelegte Distanz, Platzierung nach Zieleinlauf. 2 Rennen pro Veranstaltung

1.6.2 Regularity
Gleichmäßigkeitslauf, Platzierung auf Basis der geringsten Zeitabweichung aus der Richtzeitrunde. Aufgeteilt in eine Endurance-Prüfung von ca. 30-35 Min, dabei werden die Mindestanzahl der Runden pro Klasse in Abhängigkeit der klimatischen Verhältnisse und der Streckenlänge rechtzeitig vor Start zur Endurance-Prüfung publiziert. Der zweite Teil besteht aus einer Gleichmäßigkeitsprüfung gemäß den Distanzen für Rennen (1.3).

1.6.3 Präsentation und Parade
Ohne Zeitname und Wertung

1.6.4 Serien
Entsprechend den verschiedenen Jahrgängen der Fahrzeuge werden unterschiedliche Serien ausgeschrieben.

 
 

2. Fahrer / Teilnehmer

 
 
 

2.1 Fahrer-/Beifahrerstatus

Grundsätzlich wird zwischen eingeschriebenen Fahrern/Teilnehmern und Gastfahrern/ Gaststarter unterschieden.

2.2 Eingeschriebene Teilnehmer

2.2.1. Fahrer / Teilnehmer, die an der Jahres-Gesamtwertung der einzelnen Klassen / Serien teilnehmen, schreiben sich vor Saisonbeginn als fest eingeschriebene Teilnehmer mit dem Block-Nennformular bei Klassik Motorsport e.V. ein. Eingeschriebene Teilnehmer erhalten den Status eines Permanent-Starters und profitieren wie folgt:

  • Teilnahme an der Jahres-Gesamtwertung
  • Jahres-Trophäe in der entsprechenden Klasse
  • Ermäßigte Nenngebühr
  • Vereinfachte Nennabgabe und Abwicklung
  • Bevorzugter Startplatz bei limitierten Startplätzen


2.2.2 Die Einschreibe-Jahresgebühr 2020 beträgt für die Moto Trophy:

  • Solofahrer pro Klasse € 195,- 
  • Jede weitere Klasse € 70,- 
  • Seitenwagen-Teams (Fahrer und Beifahrer zusammen) € 295,-
  • Young Bike Trophy € 250,-

2.3 Gaststarter

Fahrer, die nur vereinzelt an einer oder einigen Veranstaltungen teilnehmen wollen, erhalten den Status eines Gaststarters. Diese Fahrer erhalten keine Punkte für die Jahreswertung. Sofern noch Startplätze frei sind, wird die Nennung angenommen. Generell werden Einzel-Nennungen werden pro Veranstaltung aufgrund des zusätzlichen Verwaltungsaufwand mit einer Aufschlaggebühr von € 50,00 belegt. 

2.4 Nennung / Einteilung

Man unterscheidet zwischen Blocknennung für die gesamte Saison bei den Permanentstartern / eingeschriebene Teilnehmer und Einzelnennung der Gaststarter für ausgewählte Veranstaltung. 

2.5 Nennvorgang / Nennschluss

  • Die Teilnehmer reichen zu Jahresanfang nur einmal ihre Nennung ein und geben unverbindlich an, zu welchen Veranstaltungen sie voraussichtlich teilnehmen wollen. Diese Jahres-Nennungen für eingeschriebene Teilnehmer werden als Blocknennungen dem jeweiligen Veranstalter übermittelt.
  • Nennungsschluss ist aus logistischen Gründen 4 Wochen / 28 Tage vor dem jeweiligen Veranstaltungswochenende (freitags).
  • Die Nenngebühr ist abhängig von dem möglichen Zeitfenster einer Veranstaltung, dem Austragungsort und lokalen Veranstalter. Der zu entrichtende Betrag wird dem Teilnehmer rechtzeitig mitgeteilt.
  • Eingeschriebene Teilnehmer (siehe 2.2) profitieren von der ermäßigten Nenngebühr, sofern sie den Betrag (2.5.2.) überwiesen haben bzw. per SEPA eine Einzugsermächtigung erteilt haben. Für später eingehende Nennung wird eine Zusatzgebühr von € 50,00 erhoben.
  • Bei Absage oder Ablehnung der Nennung durch den Veranstalter erfolgt die Rückzahlung der Nenngebühr.
  • Gaststarter (2.3) geben ihre Nennung auf dem dafür vorgesehenen Nennformular für die jeweilige Veranstaltung zum Nennungsschluss (2.5.2.) ab. Sie erhalten 14 Tage vor der Veranstaltung die Nennbestätigung mit den erforderlichen Unterlagen. Bei Ablehnung der Nennung erfolgt rechtzeitig die Absage und Rückzahlung der bezahlten Nenngebühr.
  • Nennungen gelten erst als angenommen, wenn die Nenngebühr beglichen wurde. Bei Absage durch den Teilnehmer erfolgt eine Rückzahlung der Nenngebühr abzüglich einer gestaffelten Stornogebühr in Höhe von: 4 Wochen vor der Veranstaltung € 50,00

    -       4 Wochen vor der Veranstaltung € 50,00

    -       2 Wochen vor der Veranstaltung € 100,00

    -       1 Woche vor der Veranstaltung € 150,00

2.6 Fahrerbriefing

Bei jeder Veranstaltung findet täglich jeweils ca. 30 Min vor der ersten Trainings-Sessions ein Fahrerbriefing statt. Zeit und Location wird im Zeitplan, bzw. mit der Nennbestätigung bekannt gemacht. Teilnahme ist Pflicht und wird durch den Veranstalter kontrolliert. Bei Nichtteilnahme wird der Teilnehmer für den ersten Lauf mit einer Zeitstrafe von 10 sec. bestraft. Eine begründete Verhinderung der Teilnahme am Fahrerbriefing ist rechtzeitig vor der Veranstaltung beim Veranstalter anzuzeigen.

3. Training / Rennen / Start

 
 
 

3.1 Allgemeines

  • Die Teilnahme am Training und Rennen ist den Fahrern nur mit den unter ihrem Namen bzw. ihrer Startnummer abgenommenen Motorrädern gestattet. Ein Fahrzeug kann von ein und demselben oder eines weiteren Teilnehmers eingesetzt werden und somit ggfls. in unterschiedlichen Kategorien (sofern ausgeschrieben) zum Einsatz kommen. Der Fahrzeugtausch innerhalb einer Kategorie ist dann zulässig, muss aber dem Rennleiter rechtzeitig schriftlich angezeigt werden. gemeldet werden. Die Startposition bleibt hiervon unberührt.
  • Die Qualifikation sowie die Startaufstellung, bzw. Startreihenfolge richtet sich unter Einhaltung bzw. zusätzlicher Beachtung der nachstehenden Festlegungen nach den im Training erzielten Zeiten. Bei gleicher Trainingszeit wird die zweitbeste Zeit herangezogen.
  • Die Aufstellung der Fahrer in ein und derselben Startreihe erfolgt versetzt (Echelon) und, bezogen auf die Aufstellung der Fahrer in der davor liegenden Startreihe, auf Lücke.
  • Der Abstand der Startreihen beträgt je nach Strecke zwischen 8-9 m. Die für das Rennen zuzulassenden Fahrer werden unter Berücksichtigung der Qualifikationskriterien aus der Veranstaltungsausschreibung nach den Ergebnissen des Zeittrainings ermittelt, die auch für die Startaufstellung maßgebend sind.
  • Doppelstarter müssen die vorgeschriebenen Qualifikationskriterien in jeder Klasse, für die sie genannt haben, absolvieren.
  • Die maximal zulässige Starterzahl für das Rennen muss in der Ausschreibung angegeben werden. Übersteigt die Teilnehmerzahl in einer Klasse die für das Training gemäß Strecken-Abnahmeprotokoll zulässige Starterzahl, so muss das Training in mehreren, zahlen- und leistungsmäßig weitgehend gleichen Gruppen durchgeführt werden.
  • Bei Durchführung eines Rennens in 2 Läufen erfolgt die Startaufstellung analog der ursprünglichen Aufstellung. 
  • Die Trainingsergebnisse, aus denen die Qualifikation der Fahrer ersichtlich ist, und die vorläufigen Startaufstellungen werden durch Aushang im Fahrerlager, spätestens innerhalb 1 Stunde nach Beendigung des Trainings, bekannt gegeben.

3.2 Training

  • Vorgeschrieben sind mindestens 2 Trainingsperioden für Rennklassen Innerhalb dieser Zeitspanne müssen unter Berücksichtigung der Streckenlänge und der Durchschnittsrundenzeiten mindestens je drei Runden gefahren werden können. Für die Klasse Regularity kommt nur eine Trainingsperiode zur Durchführung.
  • Zwischen den Trainingsperioden für die einzelnen Klassen muss eine Pause von mindestens einer Stunde liegen.
  • Qualifikation und Startaufstellung ergibt sich ausschließlich aus dem Ergebnis des Zeittrainings.

3.3 Rennen

  • Die Startvorbereitungen und der Start zum Rennen erfolgt gem. der in der Veranstaltungsausschreibung genehmigten Durchführung, klassenweise, stehend.
  • Man unterscheidet zwischen so genannten Trockenrennen (Dry Race) und Regenrennen (Wet Race). Stuft der Rennleiter bei nasser oder feuchter Fahrbahn bzw. wechselhafter Witterung das bevorstehende Rennen als Regenrennen ein, wird diese Entscheidung den Fahrern bereits am Vorstart durch Zeigen eines Schildes mit der Aufschrift „Wet Race“, bekannt gegeben. Die Fahrer haben dann die Möglichkeit in der Wartezone die Reifen zu wechseln, ohne dass sich hieraus eine Startverzögerung ergibt.
  • Als Regenrennen eingestufte und angezeigte Rennen werden aufgrund sich später ändernder Wetterbedingungen nicht mehr abgebrochen. 
  • Rennen, die nicht von vornherein als Regenrennen eingestuft sind, können vom Rennleiter nur dann (und auch nur einmal) unterbrochen, wenn er der Auffassung ist, dass die herrschenden bzw. aktuell eingetretenen Wetterbedingungen (z. B. Regen) die Griffigkeit des Streckenbelages so beeinflussen und eine zu große Gefahr für die Teilnehmer besteht. Inwieweit das Rennen erneut gestartet werden kann liegt in der Entscheidung des Rennleiters. 

3.3.1      Startvorbereitung

  • Das Betreten der Strecke ist allen Personen, ausgenommen den vom Veranstalter eingesetzten Helfern, bis zum Ende des Rennens untersagt.
  • Ca. 1 Minuten vor Start des Rennens Öffnung des Vorstartbereichs. Die Fahrer fahren reihenweise analog ihrer Startreihe im Abstand von ca. 5 sec in angemessener Geschwindigkeit an den Startplatz und nehmen ihre Startposition ein. Um den Fahrern beim Finden ihrer Startposition zu helfen, werden ihnen von außerhalb der Rennstrecke in Höhe der einzelnen Startreihen postierten Offizielle Tafeln mit der Nummer der jeweiligen Startreihe gezeigt. Des Weiteren wird ein Marshall direkt am Startplatz beim Einweisen behilflich sein.

3.3.2      Start zur Aufwärmrunde (Warm-Up-Runde)

Sobald alle Teilnehmer ihre Startposition eingenommen haben gibt der Rennleiter den Start zur Aufwärmrunde mit der grünen Flagge frei.

  • Fahrer, deren Motor während der Startphase zur Aufwärmrunde nicht läuft dürfen unter Beachtung der Anweisungen des Rennleiters ggf. weitere Startversuche, jedoch ausschließlich mit Unterstützung der Helfer des Veranstalters, durchführen. Kann das Motorrad sofort gestartet werden darf der Fahrer dem Starterfeld folgen. Bleiben die Startversuche erfolglos, so ist die Strecke umgehend freizumachen und das Motorrad auf dem kürzesten Weg zur Seite zu schieben.
  • Die Fahrer absolvieren eine Aufwärmrunde. Sobald die Fahrer aus der Aufwärmrunde zurückkommen, nehmen sie mit laufenden Motoren unter genauer Beachtung der Startplatz-Markierung ihre Startposition ein. Zudem steht ein Sportwart mit einer roten Flagge auf der Startlinie vor dem Fahrerfeld.
  • Sobald das Fahrerfeld ruhig steht schwenkt ein Sportwart am Ende der Startaufstellung eine grüne Flagge.
  • Der auf der Startlinie mit der roten Flagge postierte Sportwart verlässt dann den Startplatz.

3.3.3      Start

  • Der eigentliche Startvorgang beginnt, nachdem der Sportwart mit der roten Flagge den Startplatz verlassen hat, mit dem Einschalten der roten Ampel. Die rote Ampel bleibt 2 – 5 Sekunden eingeschaltet und unmittelbar mit Erlöschen des Rotlichtes ist der Start freigegeben.
  • Nachdem der letzte Fahrer die Startlinie passiert hat, wird von einem Sportwart der Nachstart für verspätete Fahrer die noch im Vorstartareal warten, freigegeben.

3.3.4      Startverzögerung

  • Jeder Fahrer, dessen Motor auf dem Startplatz abstirbt, oder bei dem andere Probleme hat, muss mit seinem Motorrad auf seinem Startplatz stehen bleiben und einen Arm heben. Der Rennleiter entscheidet dann über eine Startverzögerung unter Beachtung der nachstehenden Festlegungen. Wird trotz Hinweis eines Fahrers der Start nicht verzögert, so muss der Fahrer auch dann mit erhobenem Arm in absoluter Ruhestellung an seinem Startplatz bleiben, bis der Start erfolgt ist. Der Fahrer darf erst auf besonderen Hinweis des Rennleiters, u.U. mit Hilfe der Streckenmarschälle nachstarten. Sollte sein Motorrad trotz entsprechender Versuche kurzfristig nicht anspringen, wird es von den Streckenmarschällen von der Strecke geschoben.
  • Sollte es auf dem Startplatz nach Meinung des Rennleiters ein Problem geben, welches die Sicherheit des Startes in Frage stellt, kann der Rennleiter veranlassen, dass ein gelbes Blinklicht eingeschaltet oder eine gelbe Flagge geschwenkt wird. Der Startvorgang wird, nach Behebung des Problems unmittelbar wieder aufgenommen. Gegebenenfalls wird eine zusätzliche Aufwärmrunde gefahren und die Renndistanz um 2 Minuten gekürzt.

3.3.5      Frühstart

  • Jeder Fahrer, der einen Frühstart verursacht, wird für das Rennen mit einer Zeitstrafe von 20 Sekunden belegt.
  • Ein Frühstart ist dann gegeben, wenn während der Startrotlichtphase eine Vorwärtsbewegung des Motorrads erfolgt, bzw. der Fahrer einen falschen Startplatz zu seinem Vorteil eingenommen hat. Der Rennleiter entscheidet, ob eine Strafe verhängt wird und hat dafür zu sorgen, dass der Fahrer per Anzeigebord bei Start / Ziel innerhalb der nächsten 3 Runden davon informiert wird.

3.4 Abbruch und Wiederaufnahme eines Rennens

Sollte der Abbruch eines Rennens aufgrund eines besonderen Vorkommnisses oder klimatischer oder anderer Bedingungen unumgänglich sein, wird an der Start- und Ziellinie vom Rennleiter die rote Flagge gezeigt.

Die Streckenposten zeigen nachfolgend ebenfalls die rote Flagge.

Wird dieses Signal gezeigt, müssen die Fahrer sofort das Rennen abbrechen, absolut langsam fahren und ohne mit überhöhter Geschwindigkeit zu überholen in die Boxengasse zurückkehren, wobei ihre Platzierung im Rennen von ihrer Position nach Abschluss der dem Abbruch vorangegangenen vollen Runde (letzte Zieldurchfahrt auf der Start-/Zielgeraden) bestimmt wird.

Die Entscheidung, das Rennen abzubrechen, kann nur der Rennleiter oder – im Falle seiner Verhinderung – sein Stellvertreter fällen.

Das Rennen wird, falls es erneut gestartet werden kann – die Entscheidung hierüber trifft der Rennleiter in Abstimmung mit dem Sportkommissar – in zwei Teilen durchgeführt. Die Wertung für den ersten Teil richtet sich nach der Position, die die Fahrer am Ende der letzten vollen Runde vor dem Abbruch innehatten.

Wird das Rennen in zwei Teilen durchgeführt, ergibt sich die Endplatzierung der Fahrer aus der Addition der von ihnen in beiden Läufen absolvierten Runden. Bei gleicher Rundenzahl entscheidet die bessere Gesamtfahrzeit. Ist auch diese gleich, die bessere Gesamt-Platzziffer (Platzierung im 1. Lauf + Platzierung im 2. Lauf).

Kann der zweite Teil des Rennens nicht mehr durchgeführt werden, gelten die Platzierungen des ersten Teils als Endplatzierung.

Ein aus Witterungsgründen abgebrochenes Rennen kann unter Berücksichtigung der zum Zeitpunkt des Abbruchs zurückgelegten Distanz nur einmal erneut gestartet werden.

Sofern absehbar ist, dass nach Abbruch eines Rennens ein Neustart erfolgen kann muss dies den Teilnehmern unverzüglich mitgeteilt werden. Die zeitliche Verkürzung oder Reduzierung der Runden, sowie eventuell zusätzliche Einführungsrunde(n) vor einem Neustart obliegen der Entscheidung des Rennleiters.

Zu einem Re-Start wird die ursprüngliche Startaufstellung herangezogen. Der Platz des Fahrers, der nicht am erneuten Start teilnehmen kann, bleibt leer. 

3.5 Ende des Rennens

Der Sieger sowie alle nachfolgenden Fahrer – dieohne Rücksicht auf die von ihnen zurückgelegte Rundenzahl – werden beim Überfahren der Ziellinie mit der schwarz-weiß-karierten Flagge abgewinkt. Damit ist das betreffende Rennen bzw. der Lauf beendet.

Die Zeit für den jeweiligen Fahrer wird in dem Moment genommen (registriert), wenn der vorderste Teil seines Motorrades die Ziellinie überquert.

Nach dem Abwinken fahren die Teilnehmer in verringertem Tempo bis zur Ausfahrt der Rennstrecke und verlassen sie dort in Richtung Fahrerlager. 

4. Klasseneinteilung

Die Einstufung der Maschinen in den einzelnen Klassen erfolgt in Anlehnung an die damaligen und heute ausgetragenen Klassen. Aufgrund der großen epochalen Unterschiede in den Bau- und Konstruktionsjahren sind im Sinne der Chancengleichheit innerhalb der einzelnen Klassen Sonderwertungen ausgeschrieben. Die Einteilungen sind im Anhang an das technische Basisreglement aufgeführt.

 
 
 

5. Fahrregeln

 
 
 

Allgemeines

5.1  Bei Flüssigkeitsverlust des Motorrades (Öl, Kühlflüssigkeit oder Kraftstoff) muss der Fahrer die Strecke sofort zu verlassen.

5.2  Jeder Fahrer muss nach einem Sturz oder technischem Defekt sein Motorrad vor der Weiterfahrt gründlich auf Flüssigkeitsverlust überprüfen.

5.3  Fahrer, die auf der Strecke anhalten, müssen ihr Motorrad sofort auf dem kürzesten Weg und unter größtmöglicher Vorsicht außerhalb der Rennstrecke abstellen. Das Überqueren der Strecke zu Fuß ist nur nach Absprache mit den Sportwarten der Streckensicherung zulässig.

5.4  Jedes Anhalten innerhalb bzw. unmittelbar vor oder nach einer Kurve ist verboten. Es ist untersagt, ein Motorrad entgegen oder quer zur Fahrtrichtung zu fahren (einschl. Boxengasse), es sei denn, dies wäre aus Sicherheitsgründen unumgänglich. Jeder Verstoß gegen diese Fahrregeln wird bestraft. Falls ein Fahrer, aus welchem Grund auch immer, die Strecke verlässt, muss er, um das Rennen wieder aufzunehmen, ohne fremde Hilfe (ausgenommen durch Sportwarte und Offizielle) sowie ohne Gefährdung und Benachteiligung Dritter, mit verminderter Geschwindigkeit wieder an dem in Fahrtrichtung liegenden, nächstmöglichen Punkt auf die Strecke fahren oder er muss das Rennen aufgeben. Verstöße ziehen den Ausschluss nach sich. Ein Verlassen der Strecke außerhalb der Streckenführung inkl. der Boxengasse führt zum Wertungsausschluss.

5.5  Nach der Zieldurchfahrt ist das abrupte Reduzieren der Geschwindigkeit aus Sicherheitsgründen zu vermeiden. Ein Anhalten vor der nächsten Kurve ist nicht zulässig.

5.6  Fahrer und Motorrad bilden eine Einheit, die während des Wettbewerbs– ausgenommen während eines freiwilligen oder unfreiwilligen Stopps – bestehen muss. Fahrerwechsel ist nicht gestattet.

5.7  Auslassen oder Nichterfüllen von Schikanen oder Bremskurven wird mit Strafzeiten belegt, die der Fahrzeit zugerechnet werden. Wiederholungsfälle werden mit Ausschluss bestraft.

5.8  Der Rennleiter kann auf eine Bestrafung verzichten, bzw. die Sportkommissare können solche Strafzeiten aufheben, wenn der Fahrer nicht durch leichtfertige Fahrweise zum Auslassen der Schikanen oder Bremskurven beigetragen und sich hierdurch keinen Vorteil verschafft hat, bzw. aus Sicherheitsgründen dazu gezwungen wurde.

5.9  Für jedes Auslassen oder Nichterfüllen von Schikanen oder Bremskurven im Training kann dem Fahrer die jeweils beste Trainingszeit der betreffenden Trainingsperiode gestrichen und nicht gewertet werden. Eine Wertung der betreffenden Runde ist in jedem Fall ausgeschlossen.

5.10  Reklamation oder Protest – Um dem Ziel gerecht zu werden mit den historischen, bzw. klassischen Motorräder Rennsport ohne Prädikatsstatus zu betreiben und dadurch in gewisser Weise Kulturgut zu sichern wird „Fair Play“ von den Teilnehmern vorausgesetzt. Reklamationen welcher Art auch immer, nimmt der Rennleiter entgegen und entscheidet vor Ort ggfls. über ein Strafmaß. Proteste in Form der unterschiedlichsten Auslegungen von Sportgesetzen sind mit hohem finanziellem Aufwand verbunden und müssen der genehmigenden Föderation vorgelegt werden, sie werden aus diesem Grund nicht angenommen.

6. Flaggen und Lichtzeichen

 
 
 

Allgemeines

6.1  Allgemein: Flaggensignale werden grundsätzlich an den dafür vorgesehenen Posten gemäß dem Streckenabnahmeprotokoll gezeigt

6.2  Nationalflagge der für die Genehmigung ausstellenden Föderation nur alternativ für den Start des Rennens.

6.3  Rote Flagge (an allen Posten geschwenkt) oder rotes Lichtzeichen: Das Rennen / Wertungslauf / Training ist abgebrochen! Nicht überholen, langsam und mit größter Vorsicht bis in die Boxengasse einfahren. Anm.: Die rote Flagge / Lichtzeichen wird von der Rennleitung an der Start- und Ziellinie und gleichzeitig, auf deren Anweisung hin, von allen Flaggenposten gezeigt.    

6.4  Rotes Lichtzeichen an der Start-Ziel-Linie: Start steht unmittelbar bevor.

6.5  Schwarze Flagge (geschwenkt) in Verbindung mit Start-Nr. auf Signaltafel: Halt für das Motorrad mit der entsprechend angezeigten Startnummer, nach Abschluss der Runde in die Boxengasse einfahren.

6.6  Schwarze Flagge mit orangener Kreisfläche (geschwenkt) in Verbindung mit Start-Nr. auf Signaltafel: Sofortiges Verlassen der Strecke für den angezeigten Teilnehmer.

6.7  Weiße Flagge (geschwenkt): Vorsicht, Rettungs- oder Sicherheitsfahrzeug im nachfolgenden Streckenabschnitt (d.h. von diesem bis zum nächsten Streckenposten) auf der Strecke, Überholverbot! Es ist einem Teilnehmer verboten, einen anderen Teilnehmer zu überholen, solange die weiße Flagge gezeigt wird. Das Vorbeifahren an dem Rettungs- oder des Sicherheitsfahrzeug ist erlaubt. Hält das Fahrzeug an, wird in diesem Bereich zusätzlich eine gelbe Flagge (geschwenkt) gezeigt.

6.8  Gelbe Flagge (doppelt geschwenkt) und / oder gelbes Blinklicht. Achtung! Große Gefahr im nachfolgenden Streckenabschnitt direkt im Fahrbahnbereich; Geschwindigkeit reduzieren, zum Anhalten bereithalten, Überholverbot!

6.9  Gelbe Flagge (einfach geschwenkt) und / oder gelbes Blinklicht Achtung! Gefahr im nachfolgenden Streckenabschnitt unmittelbar neben der Fahrbahn; Geschwindigkeit reduzieren, Überholverbot!

6.10  Bei Streckenschließung muss die gelbe Flagge geschwenkt als Zeichen der Einsatzbereitschaft genau an dem Platz gezeigt werden, an dem der Flaggenmarshall postiert ist.

6.11  Gelbe Flagge mit roten Streifen (stillgehalten): Achtung Rutschgefahr! Auch in Verbindung mit erhobener Hand und Zeigefinger nach oben: einsetzender Regen.

6.12  Blaue Flagge (geschwenkt): Überholvorgang oder Überrundung durch aufschließende(n), schnellere(n) Fahrer steht bevor.

6.13  Blaues Blinklicht (nur an Ausfahrt Boxengasse): Überholvorgang durch schnellere(n) Fahrer bei Auffahrt auf die Strecke steht bevor.

6.14  Grüne Flagge (geschwenkt) oder grünes Lichtzeichen: Strecke frei. Sie wird am Ende des Streckenabschnitts gezeigt, in dem aufgrund der gezeigten gelben Flagge Überholverbot bestand.

Diese Flagge muss außerdem während der ersten Runde jedes Trainings, während der Besichtigungsrunde und während der Aufwärmrunde gezeigt werden.

6.15  Schwarz-weiß karierte Flagge: Ende des Rennens, Wertungslaufes, bzw. Ende des Trainings oder eines gezeiteten Abschnitts.

6.16  Schwarz-weiß karierte Flagge in Verbindung mit blauer Flagge (stillgehalten):wird gezeigt, wenn sich ein Fahrer kurz vor dem abzuwinkenden Führenden befindet. Dies bedeutet, der zu überrundende Fahrer muss, falls dieser erst nach der Ziellinie überholt wird, noch eine volle Runde zurücklegen.

6.17  Strafmaßnahmen bei gemeldeter Missachtung von Flaggen- oder Lichtzeichen:

  • Überholen bei geschwenkter weißer oder gelber Flagge: Für jeden überholten Fahrer = Rückversetzung des Überholenden im Endklassem des gesamten Trainings oder Rennens um jeweils fünf Plätze. Bei einer, nach Auffassung des Rennleiters und/oder der Sportkommissare im Zusammenhang mit einem solchen Überholvorgang eingetretenen zusätzlichen Behinderung oder maßgeblicher Gefährdung oder wiederholter Missachtung, bleibt an Stelle der Rückversetzung der Wertungsausschluss vorbehalten,
  • Missachtung der schwarzen Flagge in Verbindung mit Start-Nr. auf Signaltafel: d.h. kein Halt nach Abschluss der Runde, (unabhängig von   einem eventuell eintretenden Wertungsausschluss): Zeitstrafe 20 Sek. Wiederholte Missachtung (d.h. mehrmaliges Überfahren der schwarzen Flagge): Wertungsausschluss
  • Missachtung der schwarzen Flagge mit orangener Kreisfläche in Verbindung mit Start-Nr. auf Signaltafel: Bei Missachtung (kein sofortiges Anhalten) erfolgt mindestens Wertungsausschluss, 
  • Missachtung der roten Flagge bei Start/Ziel nach vorherigem Zeigen an der Strecke: Es erfolgt mindestens Wertungsausschluss.

7. Parc Fermé

Das Fahrerlager inkl. eventuell belegter Boxen gilt bei allen Veranstaltungen als Parc Fermé Den Techn. Kommissaren steht es zu jederzeit Nachkontrollen an den Fahrzeugen durchzuführen.

 
 
 

8. Wertung

Jeweils die drei erstplatzierten Fahrer einer Klasse haben Anspruch auf einen Ehrenpreis.  Gehen bei einem Rennen zwei Klassen gemeinsam an den Start, gelten diese Festlegungen für jede dieser Klassen.

Alle Ehrenpreise sind im Rahmen einer Siegerehrung zu vergeben.

 
 
 

Allgemeines

Jeweils die drei erstplatzierten Fahrer einer Klasse haben Anspruch auf einen Ehrenpreis.  Gehen bei einem Rennen zwei Klassen gemeinsam an den Start, gelten diese Festlegungen für jede dieser Klassen.

Alle Ehrenpreise sind im Rahmen einer Siegerehrung zu vergeben.

8.1 Wertung der Rennen

  • Nach Eingang der Nennungen können bei den einzelnen Veranstaltungen die Klassen bei zu geringer Teilnehmerzahl sinnvoll zu einer Startgruppe (SG) zusammengelegt und die Rennen gemeinsam gestartet werden. Die Wertung erfolgt getrennt nach Klassen.
  • Die Zeitnahme wird mittels Transponder ermittelt. Jeder Fahrer muss einen funktionierenden Transponder an seinem Motorrad befestigt haben. Eigene Transponder sind zulässig, müssen aber bei der Dokumentabnahme angegeben werden. Teilnehmer ohne eigenen Transponder können diesen gegen eine Gebühr ausleihen.

8.2 Jahreswertung

  • Für die Saison gibt es zwei Jahreswertungen. Die Jahreswertung für die European Moto Classics wird für die Klassen Superbike und Grand-Prix Zweitakt ohne Sonderwertung – oder Hubraumeinteilung im Rahmen der aufgeführten Läufe ausgefahren. Die Moto Trophy in allen Klassen mit Sonderwertung wird wie bisher ausgetragen.
  • Punktberechtigt für beide Jahres-Endwertungen sind die eingeschriebenen Teilnehmer. Sofern sich eingeschriebene Trophy-Teilnehmer hinter Gaststartern platzieren, rücken sie automatisch in der Punktewertung nach vorne. Punkte erhält jeder Teilnehmer, der mindestens 50% der Renndistanz absolviert hat.
  • An einem Veranstaltungs-Wochenende werden 2 Rennen gefahren Punkte werden wie folgt vergeben: Platzierung / Punkte: 1/25 – 2/20 – 3/16 – 4/13 – 5/11 – 6/10 – 7/9 – 8/8 – 9/7 – 10/6 – 11/5 – 12/4 – 13/3 – 14/2 – 15/1
  • Für Jahres-Gesamtwertung werden unter Berücksichtigung eventueller Streichergebnisse die noch festzulegenden Veranstaltungen / Rennen (nach Veröffentlichung des Terminkalenders) gewertet. Gesamtsieger in der jeweiligen Klasse ist der Teilnehmer mit der höchsten Punktzahl. Bei Punktgleichheit entscheidet: 1. Anzahl der Teilnahmen, 2. Anzahl der besseren Platzierungen, 3.  die zuerst erreichte bessere Platzierung.

9. Technisches Basisreglement

 

9.1 Technische Abnahme

Zur Technischen Abnahme muss jedes Motorrad in technisch einwandfreiem und gereinigtem Zustand vorgeführt werden. Motorräder ohne Prüfung durch die Technische Abnahme werden nicht zugelassen. Eine Wiederholungsabnahme kann jederzeit, insbesondere aber beim Auftreten von Sicherheitsrisiken nach einem Unfall, verfügt werden.

Die zum Einsatz kommenden Schutzhelme müssen ebenfalls zur Kontrolle und Identifikation vorgelegt werden. Zugelassen für den Einsatz im Motorradstraßensport sind nur Integral-Schutzhelme, siehe FIM-Schutzhelmbestimmungen.

Die zum Einsatz kommenden Schutzhelme müssen ebenfalls zur Kontrolle und Identifikation vorgelegt werden. Zugelassen für den Einsatz im Motorradstraßensport sind nur Integral-Schutzhelme, siehe FIM-Schutzhelmbestimmungen.

9.2 Geräuschkontrolle

Im Rahmen der Technischen Abnahme kann jedes Motorrad einer Geräuschkontrolle unterzogen. Motorräder, die das festgelegte Geräuschlimit überschreiten, werden nicht zugelassen.

 
 

Programm Colmar-Berg 2019

Jahresrückblick 2018

Termine 2020

Stand 30.09.2019

Kontakt

Klassik Motorsport

Ansprechpartner: Uwe Sattelberger

Hockenheimerstr. 24
68809 Neulußheim

0151 75054160
03212 1011889
wklssk-mtrsprtcm


Join us on facebook!

 
 
Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen